Wie du Schwachstellen in deinem Gitarrenspiel feststellst und beseitigst

Übst du jeden Tag, aber siehst trotzdem kaum Fortschritte? – Wenn ja, dann könnte das womöglich daran liegen, das dein Üben nicht sehr gut organisiert ist.

Wenn du heute deine Gitarre in die Hand nimmst, bist du dir dann schon vorher im klaren darüber, woran du arbeiten möchtest und welche Bereiche deines Gitarrenspiels die meiste Aufmerksamkeit benötigen? Weißt du überhaupt wo sich die größten Schwachstellen in deinem Gitarrenspiel befinden?

Wenn du das nicht weißt ist das nicht schlimm, dann bist du nicht der einzige. Eine sehr gute Möglichkeit das herauszufinden ist, dich beim Üben auf Video aufzunehmen und dich selbst beim Üben zu beobachten.

Stelle dir hierbei folgende Fragen: Warum übst du so wie du übst? Was könnte besser, effizienter gemacht werden? Schreibe auf, mit was du am meisten Probleme hast.

Wenn du das herausgefunden hast und wirklich anfängst daran zu arbeiten, diese Schwächen zu eliminieren, wirst du schnelle Fortschritte feststellen.

Es ist natürlich immer einfacher das zu spielen, was man sowieso schon gut kann, als an den wirklichen Problemstellen zu Arbeiten. Ich ertappe mich selber immer noch regelmäßig dabei, wie ich Songs auf der Gitarre spiele, die ich sowieso schon auswendig kann, anstatt an wirklich schwierigen Stücken zu arbeiten.

Natürlich macht das viel mehr Spaß, Stücke zu spielen, die man schon gut kann und man sollte sich auch die Zeit dafür nehmen, die Arbeit die man in sein Gitarrenspiel investiert hat in vollen Zügen zu genießen, dafür machen wir das ja, aber dadurch verbessert man nicht seine Fähigkeiten. Und ist es nicht viel erfüllender, wenn man all das was man jetzt noch nicht kann, aber gerne können würde, letztendlich erreicht?

Und das bringt mich zu dem nächsten Punkt. Hast du dir schon mal einen Übungsplan erstellt, auf dem du dir notierst, welche Aufgaben du an welchem Tag übst und für wie lange?

Wenn es dir wie mir geht und du jemand bist, dem es schwer fällt sich über längere Zeit auf bestimmte Sachen zu konzentrieren, oder du von Natur aus keine gute Disziplin hast, dann wird dir ein Übungsplan sehr gut weiterhelfen. Wenn du die Aufgabe, die ich dir am Anfang dieses Artikels gestellt habe, gemacht hast, dann weißt du schon woran du Arbeiten musst.

Der nächste Schritt ist es, die verschiedenen Elemente in einem Übungsplan zu organisieren und aufzuschreiben, für wie viele Minuten du an welchem Element arbeiten möchtest. Versuche dich hierfür so lange wie möglich auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren. Halte den Zeitpunkt fest, ab dem du merkst, das deine Gedanken immer häufiger abschweifen. Das ist die Zeitspanne, die du zunächst in deinen Übungsplan für die jeweilige Aufgabe einträgst. Du wirst feststellen, das es dir bei einigen Aufgaben leichter fällt dich zu konzentrieren und du mehr Ausdauer hast, als bei anderen. Dein Ziel sollte es sein, diese Zeitspanne mit der Zeit zu erweitern, sodass du dich immer länger auf bestimmte Aufgaben konzentrieren kannst.

Sollte es dir schwer fallen dich mehr als 3 Minuten auf eine bestimmte Übungen zu konzentrieren, kannst du diese Übungen einfach auf mehrere Einheiten pro Tag aufteilen.

musik

Je nachdem, wie viele verschiedene Elemente du in deinen Übungsplan integrierst, macht es Sinn sie auf mehrere Tage aufzuteilen. Du musst nicht jeden Tag das selbe Üben, durch etwas Abwechslung wirst du mehr Spaß haben und Frustration vermeiden, da du dich nicht jeden Tag durch Aufgaben quälen musst, mit denen du dir wirklich schwer tust.

Wichtig ist nur, das du Regelmäßig an allen Bereichen deines Gitarrenspiels arbeitest.

Versuche die Tipps die ich dir gegeben habe direkt auszuprobieren, wenn du das nächste mal deine Gitarre in der Hand hältst. Ich wünsche dir viel Erfolg damit!

 

Autor: Marco von Baumbach